Ausflugsziele, Denkmal, Denkmäler, Monument, Monumente

Im fünften und letzten Teil unserer Serie "Rätsel der Vergangenheit" finden Sie eine kleine Auswahl von Monumenten vergangener Kulturen.

In unserer Serie über Ausflugszielen zu Denkmäler vergangene Kulturen sollen nur ein kleiner Einblick in die faszinierende Welt der Archäologie sein.

INTERNATIONALE MONUMENTE

Pyramiden von Gizeh mit Sphinx (Ägypten)

Ausflugsziel, Monument, Sehenswürdigkeit

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Sie befinden sich am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh. Sie sind rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt und liegen direkt an der Pyramidenstraße (Scharia el-Ahram). Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike. Die Pyramiden entstanden etwa von 2620 bis 2500 v. Chr. in der 4. Dynastie.

Die größte und vermutlich bekannteste Pyramide ist die des Pharao Cheops. Er regierte etwa um 2620 bis 2580 (nach anderer Quelle um 2604 bis 2581) v. Chr. Die Cheops-Pyramide war ursprünglich 146,6 m hoch (heute: 138,75 m), die Seiten sind im Mittel 230,3 m lang. Sie wurde aus rund 3 Millionen Steinblöcken errichtet, deren durchschnittliches Gewicht je bei 2,5 t liegt, und war komplett mit Kalksteinblöcken verkleidet.

Die (auch der) Große Sphinx von Gizeh ist die mit Abstand berühmteste und größte Sphinx. Heute ist die Sphinx etwa 73,5 m lang und ca. 20 m hoch.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Pyramiden_von_Gizeh

Tempel von Abu Simbel (Ägypten)

Ausflugsziel, Monument, Sehenswürdigkeit
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Die Tempel von Abu Simbel sind zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Sie befinden sich im ägyptischen Teil Nubiens am südöstlichen Rand des Ortes Abu Simbel und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter König (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches errichtet. Die Felsentempel von Abu Simbel, der große Tempel zum Ruhm Ramses' II. und der kleine Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, dessen Große königliche Gemahlin.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_von_Abu_Simbel

Chinesische Mauer (China)

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Die Chinesische Mauer, auch "Große Mauer" genannt, ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Sie erstreckt sich nach neuesten Erhebungen über 21.196,18 Kilometer und umfasst 43.721 Einzelobjekte und Standorte.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Mauer

Osterinsel (Chile)

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Die Osterinsel (spanisch Isla de Pascua, rapanui Rapa Nui) ist eine isoliert gelegene Insel im Südostpazifik, die politisch zu Chile gehört, geographisch jedoch zu Polynesien. Sie liegt südlich des südlichen Wendekreises. Der Hauptort Hanga Roa ist 3526 km von der chilenischen Küste (oder 3833 km in genauer Ostrichtung bis zur Küste) und 4251 km von Tahiti entfernt. Das nächstgelegene bewohnte Eiland ist Pitcairn im Westen, in einer Entfernung von 2078 Kilometern. 2012 lebten auf der Osterinsel 5806 Menschen. Bekannt wurde die Osterinsel vor allem der monumentalen Steinskulpturen, den Moai.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Moai
→ https://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel

Machu Picchu (Peru)

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Machu Picchu (Quechua Machu Pikchu, deutsch alter Gipfel) ist eine gut erhaltene Ruinenstadt in Peru. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des Berges gleichen Namens (Machu Picchu) in den Anden über dem Urubambatal der Region Cusco, 75 Kilometer nordwestlich der Stadt Cusco. Die terrassenförmige Stadt war und ist sowohl über einen schmalen Bergpfad mit einer kleinen Anlage im Gipfelbereich des Huayna Picchu wie auch über vergleichsweise größere Inka-Pfade mit der einstigen Hauptstadt des Inkareiches Cusco und den Ruinen von Llactapata verbunden.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Machu_Picchu
→ https://de.wikipedia.org/wiki/Inka

Die Linien der Nazca (Peru)

Nazca Linien

Die Nazca-Linien, oft auch Nasca-Linien geschrieben, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km2 schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen, von den Hügeln in der Umgebung oder aus Flugzeugen.

Eine systematische Erkundung und Vermessung zusammen mit archäologischen Grabungen zwischen 2004 und 2009 im Umfeld und zum Teil in den Linien konnte ihre Entstehung und ihren Zweck mit hoher Wahrscheinlichkeit klären: Es handelte sich demnach um Gestaltungen im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen, die zwischen 800 und 600 v. Chr angelegt und durch periodische Klimaschwankungen veranlasst wurden.

Als Scharrbilder von Figuren finden sich: Astronaut, Baum, Echse, Hände, Kolibri, Kondor, Spirale, Spinne, Affe, Papagei, Wal, Küken, Reiher und Hund. Weiter finden sich Linien und Straßen, die die irgendwo beginnen und genauso nach teilweise mehreren Kilometern wieder apprupt enden.

Eine längliche Kopfform (Langschädel) galt bei den Nazca als Schönheitsideal. Bereits den Säuglingen wurden Bretter vor die Stirn gebunden, um während des Wachstums den Schädel zu deformieren.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien

Sacsayhuamán (Peru)

Ausflugsziel, Monument, Sehenswürdigkeit
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Die Ruine der Inka-Festung Sacsayhuamán (hispanisierte Schreibung des auf der vorletzten Silbe betonten ursprünglichen Quechua-Namens Saqsaywaman oder Saksaywaman) ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit und liegt in unmittelbarer Umgebung der peruanischen Stadt Cuzco. Sie liegt etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrums. Die Anlage sollte als Repräsentationsort dienen und als militärische Befestigung den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt schützen. Gegen eine Deutung als Verteidigungsanlage sprechen indessen Bauformen, die am ehesten auf Heiligtümer hinweisen, wie Nischenplätze, kreisförmige Arenen von etwa 100 m Durchmesser und ausgebaute Treppen in einzelstehenden Felsblöcken. Während der spanischen Eroberung wurde die Anlage teilweise zerstört, die Bausubstanz wurde seitdem durch Erdbeben weiter beschädigt.

Die wichtigste "Verteidigungslinie" besteht aus drei zyklopischen, terrassenförmig übereinandergebauten Zickzackmauern. Sie sind 600 m lang. Die untere Mauer ist 9 m, die mittlere 10 m und die obere 5 m hoch. Zum Bau der Mauer wurden riesige Steine von den 20 km entfernten Steinbrüchen heran transportiert und dann bearbeitet, bis sie fugenlos aneinander passten. Der größte Stein ist 9 m hoch, 5 m breit, 4 m dick und wiegt über 200 Tonnen.

→ Immer noch stellt sich Archäologen die Frage, wie die Inkas die gewaltigen Steinblöcke bearbeitet und paßgenau eingesetzt haben. Viele Steine wirken, als ob die einmal weich waren, als man sie eingesetzt haben. Auf Hobbyseiten tauchen Ideen auf, die Inkas hätten Steine verformen können. Im Museum von Bolivien finden sich Steine, in die Baumeister ihre Hände und Füße eingedrückt haben. In Sacsayhuamán finden sich Steinblöcke, die Druckstellen aufweisen, als ob man den Stein in Form gebracht hat. Die Antwort könnte im Material liegen. Das Sonnentor von Tiahuanaco besteht aus Andesit, einem harten Lavagestein. Lava ist beim Ausbruch noch flüssig und wird erst beim erkalten fest. Wenn man jetzt irgendwie flüssige Lava in Behälter transportieren und in Formen gießen könnte, würde man so die einzelnen Steine praktisch gießen. Man müßste auch keine Steine transportieren, die mehrere Hundert Tonnen wiegen... Peru hat eine Menge alte Vulkane, bei denen unbekannt ist, wann sie das letztemal ausgebrochen sind.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Sacsayhuam%C3%A1n

Angkor Wat (Kambodscha)

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Angkor Wat ist die bekannteste Khmer Tempelanlage in der Region Angkor in Kambodscha. Der Tempel befindet sich zirka 240 km nordwestlich der Hauptstadt Phnom Penh in der Nähe von Siem Reap, ca. 20 km nördlich des Sees Tonle Sap. Meist wird die Errichtung des Angkor Wat König Suryavarman II. zugeschrieben. Manche Forscher datieren die Bauzeit in spätere Zeiten und weisen dazu auf stilistische und religionshistorische Studien hin. Bereits 1927 argumentierte Philippe Stern, dass der Stil dieses Tempels eine Verfeinerung des Bayon-Stils (spätes 12. Jahrhundert bis Mitte des 13. Jahrhunderts) darstelle und er daher später entstanden sein müsse. Im späten 13. Jahrhundert wandelte sich Angkor Wat vor dem Hintergrund der durch Jayavarman VII. initiierten religiösen Revolution nach und nach von einer hinduistischen Kultstätte in eine des Theravada-Buddhismus.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Angkor_Wat

Banteay Srei (Kambodscha)

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Banteay Srei (Khmer) ist eine hinduistische Tempelruine in der Region Angkor der kambodschanischen Provinz Siem Reap. Der auf Grund seiner Ornamentik als einer der kunstvollsten geltende Tempel wurde Mitte des 10. Jahrhunderts erbaut. Banteay Srei liegt rund 23 Kilometer nordöstlich des Angkor Wat und 28 Kilometer nordöstlich des Zentrums der Stadt Siem Reap am oberen Siem-Reap-Fluss.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Banteay_Srei

Prambanan (Indonesien)

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Candi Prambanan (auch: Candi Rara Jonggrang) ist die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens. Sie befindet sich etwa 18 km östlich von Yogyakarta auf der Insel Java. Errichtet wurde Prambanan um das Jahr 850, entweder unter Rakai Pikatan, einem König von Mataram, oder unter Balitung Maha Sambu während der Sanjaya-Dynastie. Schon bald nach seiner Fertigstellung wurde der Tempel verlassen und begann zu verfallen. Charakteristisch ist die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, sowie die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 m hohe Hauptgebäude in der Mitte.

Die Anlage setzt sich aus acht Hauptschreinen oder -tempeln zusammen, sowie mehr als 250 Einzeltempeln, die die Hauptschreine umgeben. Die drei größten Schreine, Trisakti ("drei heilige Orte") genannt, sind den drei Göttern Shiva dem Zerstörer, Vishnu dem Bewahrer, und Brahma dem Schöpfer geweiht. Das entspricht der Grundstruktur der Trimurti — der Hindu-Göttertrinität —, die sich in vielen hinduistischen Tempelanlagen, auch in Indonesien (zum Beispiel in Besakih in Bali), wiederfindet.

Im weiteren Umkreis um den Prambanan befinden sich noch zahlreiche weitere Tempel, von denen viele unter Asche- und Schlammschichten liegen, die von Ausbrüchen des nahen Vulkans Merapi stammen. Etwa einen Kilometer nordöstlich des Prambanan-Tempels steht Candi Sewu, der größte buddhistische Tempelkomplex Javas mit fast 250 Haupt- und Nebentempeln. Candi Plaosan, ein ebenfalls buddhistischer Tempelkomplex, steht etwa 1,5 km östlich von Candi Sewu.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Prambanan

Felsenstadt Petra (Jordanien)

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Die verlassene Felsenstadt Petra im heutigen Jordanien war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal.

Etwa 800 historische Baudenkmäler und Opferplätze sind in und um Petra erhalten geblieben. Die Monumente sind geprägt von nabatäischen, griechisch-hellenistischen und römischen Einflüssen. Oft vermischen sich Stilelemente aller drei Kulturen in ein und demselben Bau. Petras berühmtestes Bauwerk ist wohl das "Schatzhaus" Khazne al-Firaun (Bild oben).

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_(Jordanien)

Chichén Itzá (Mexiko)

Ausflugsziel, Monument, Sehenswürdigkeit

Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Sie liegt etwa 120 Kilometer östlich von Mérida im Bundesstaat Yucatán. Ihre Ruinen stammen aus der späten Maya-Zeit.

Mit einer Fläche von 1547 Hektar ist Chichén Itzá einer der ausgedehntesten Fundorte in Yucatán. Das Zentrum wird von zahlreichen monumentalen Repräsentationsbauten mit religiös-politischem Hintergrund eingenommen, aus denen eine große, weitestgehend erhaltene Stufenpyramide herausragt. Im direkten Umkreis befinden sich Ruinen von Häusern der Oberschicht.

Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert muss diese Stadt eine überregional bedeutende Rolle gespielt haben. Wie diese genau aussah, konnte bisher jedoch nicht geklärt werden. Einzigartig ist, wie in Chichén Itzá verschiedene Architekturstile nebeneinander auftreten. Neben Bauten in einem modifizierten Puuc-Stil gibt es Bauformen, die toltekische Züge aufweisen. Dies hat man früher oft auf einen direkten Einfluss von Auswanderern aus Zentralmexiko beziehungsweise von Eroberern aus Tula zurückgeführt. Heute geht man eher von diffusionistischen Modellen aus und nimmt eine weitgehende Gleichzeitigkeit verschiedener Stilformen in den Monumentalbauten an.

Durch die touristische Entwicklung von Yucatán ist Chichén Itzá zu jener archäologischen Stätte geworden, die in Mexiko nach Teotihuacán die meisten Besucher anzieht. Von der UNESCO wurde Chichén Itzá 1988 zum Weltkulturerbe erklärt. Am 30. März 2015 wurde die Gedenkstätte in das Internationale Register für Kulturgut unter Sonderschutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten aufgenommen.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Chich%C3%A9n_Itz%C3%A1
→ https://de.wikipedia.org/wiki/Maya

Palenque (Mexiko)

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Palenque ist eine von Tieflanddschungel umgebene archäologische Fundstätte im mexikanischen Bundesstaat Chiapas unweit der modernen Stadt Palenque. In der archäologischen Zone von Palenque befinden sich die Ruinen einer ehemaligen Mayametropole, die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das in der Nähe der Grabungsstätte wohnende Volk der Lacandonen wird als direkter Nachkomme der ehemaligen Bewohner des alten Palenque betrachtet. Am 30. März 2015 wurde die Gedenkstätte in das Internationale Register für Kulturgut unter Sonderschutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten aufgenommen.

Die Herrscherlinie von Palenque stammte der Legende nach von drei lokalen Göttern ab. Der erste Vertreter der Dynastie, der einer Inschrift zufolge bereits 993 vor Christus geboren worden sein soll, leitete seine Herkunft von einer Göttin ab, die von den Archäologen aufgrund des Aussehens der Hieroglyphe, die sie symbolisiert, nur Biest genannt wird. Aufgrund des frühen Geburtsdatums jenes Herrschers wird angenommen, dass er ein Vorfahre war, dessen Geburt weit in die Vergangenheit verlegt wurde. Möglicherweise ist seine Existenz jedoch rein fiktiv.

Die ersten Spuren der Besiedelung lassen sich im 4. Jahrhundert nach Christus nachweisen, also zu einer Zeit, in der der Aufstieg vieler wichtiger Zentren der Klassik im südlichen Tiefland begann. Über diese Frühzeit Palenques ist bislang nur wenig bekannt, da die archäologischen Erkenntnisse aus dieser Zeit äußerst spärlich sind und es praktisch keine authentischen zeitgenössischen Texte gibt.

Im 6. Jahrhundert entwickelte sich Palenque zu einer lokalen Großmacht und erhielt großen Einfluss auf einige Nachbarstädte. Palenque war in den ab etwa 550 beginnenden Kriegen der beiden Städte Tikal und Calakmul ein enger Verbündeter Tikals. Nach der längerfristigen Ausschaltung Tikals war das über 200 Kilometer entfernte Calakmul im April 599 sogar in der Lage, bei einem Überfall auf Palenque fast die ganze Stadt zu zerstören. 611 erfolgte ein weiterer Überfall unter Führung des Königs von Calakmul. Der regierende König Ajen Yohl Mat überlebte den Überfall um einige Monate, doch nahezu die ganze politische Oberschicht der Stadt wurde getötet. Wer in den folgenden drei bis vier Jahren regierte, ist strittig. Der folgende Ajaw taucht in den Inschriften als Muwaan Mat auf, doch dieser Name bezeichnet eigentlich eine Gottheit Palenques. Es wird vermutet, dass dieser Name als Pseudonym für eine Herrscherin namens Sak K'uk' diente, die die Regentschaft aufgrund des Mangels an männlichen Erben übernommen haben und die formale Herrschaft 615 an ihren zwölfjährigen Sohn K'inich Janaab Pakal I. abgegeben haben könnte.

Die letzte bekannte kalendarische Inschrift in Palenque ist für das Jahr 799 auf einer Tonscherbe verzeichnet und berichtet von der Thronbesteigung von Janaab Pakal III. Da es danach keine Anzeichen einer weiteren Besiedelung gibt und eine letzte mögliche Erwähnung des Reiches von B'aakal aus Comalcalco auf das Jahr 814 datiert, scheint die Stadt Palenque eines der ersten großen Zentren der klassischen Periode gewesen zu sein, das dem allgemeinen Kollaps der Maya im südlichen Tiefland zum Opfer fiel. Die Gründe für diesen Kollaps sind in der Forschung immer noch umstritten.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Palenque

El Tajín (Mexiko)

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El Tajín (spanisch-totonakisch "Der Blitz") ist eine präkolumbische Ruinenstadt nahe der Ostküste Mexikos beim Städtchen Papantla, südöstlich von Poza Rica de Hidalgo im Bundesstaat Veracruz. Die dürfte zeitweilig Hauptstadt der Tachiwin (aztekisch Totonaken) gewesen sein, weist mehrere große, pyramidenförmige Stufentempel auf und wurde vor 800 Jahren aufgegeben. Nach ihr wurde die Tajín-Kultur benannt.

Die Stadt wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. wahrscheinlich von den Totonaken gegründet, die sie vermutlich auch als Hauptstadt nutzten. El Tajín war dem Gott des Windes, Huracán, und des Blitzes, Tajín, nach dem auch die Stadt benannt wurde, geweiht. Die Blütezeit war von 700 n. Chr. bis 900. Um 1200 wurde die Stätte wieder verlassen. Man nimmt an, dass die Tolteken eine Zeit lang über El Tajín herrschten.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/El_Taj%C3%ADn

Teotihuacán (Mexiko)

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Teotihuacán im mexikanischen Bundesstaat México ist eine der bedeutendsten prähistorischen Ruinenstädte Amerikas, die vor allem für ihre Stufentempel wie etwa die große Sonnenpyramide bekannt ist. Die archäologische Stätte liegt in der Nähe der heutigen Stadt Teotihuacán de Arista, etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt.

Das Gebiet von Teotihuacán war bereits seit dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert permanent besiedelt, wobei erste Spuren der Besiedelung des Tals schon vor 1.500 vor Christus nachweisen lassen. Zwischen 100 und 650 nach Christus war die Stadt das dominierende kulturelle, wirtschaftliche und militärische Zentrum Mesoamerikas. Auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung hatte sie möglicherweise bis zu 200.000 Einwohner. Damit war sie zu ihrer Zeit die mit Abstand größte Stadt auf dem amerikanischen Kontinent und eine der größten der Welt. Ab etwa 650 schwand ihr Einfluss, bis sie um 750 aus noch nicht vollständig geklärten Gründen weitgehend verlassen wurde. Ihre kulturellen Einflüsse prägten Zentralmexiko aber noch bis zur spanischen Eroberung Mexikos.

Die Azteken fanden Teotihuacan bei ihrer Einwanderung ins Hochland von Mexiko bereits als Ruinenstadt vor, die seit Jahrhunderten verlassen war. Sie sahen in ihr einen mythischen Ort und gaben ihr den bis heute fortlebenden Namen Teotihuacan (Teotihuacan), der so viel bedeutet wie Wo man zu einem Gott wird.

Nicht unerwähnt bleiben, soll die Sonnenpyramide von Teotihuacán mit ihrer Grundfläche von 222 x 225 Meter und einer Höhe von gut 65 Meter. Sie gilt als die drittgrößte Pyramide der Welt. Die Mondpyramide ist im Gegensatz nur 120 mal 150 Meter und einer Höhe 46 Meter. Gefolgt von weiteren Templen wie der Tempel des Quetzalcóatl.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Teotihuac%C3%A1n

Nan Madol (Mikronesien)

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Die Basaltstadt Nan Madol ist eine Ruinenstadt vor Temwen Island, einer Nebeninsel von Pohnpei im Archipel der Karolinen (politisch Föderierte Staaten von Mikronesien). Sie wurde auf 92 künstlich angelegten Inseln auf einem Korallenriff errichtet. Nan Madol war keine Stadt im heutigen Sinne, sondern primär ein abgegrenztes Ritualzentrum und Wohnstätte einer politisch-religiösen Elite. Radiokohlenstoffdatierungen belegen, dass Nan Madol spätestens um 1200 im Bau war.

Die Basaltstadt Nan Madol besteht aus tausenden von sechseckigen Basaltsäulen von bis zu 8 m Länge und mehreren Tonnen Gewicht (die Deckensteine von Nandauwas wiegen geschätzte 5 Tonnen) wurden von mehreren Steinbrüchen im Norden und Nordwesten der Hauptinsel herantransportiert, wahrscheinlich mit Flößen. Nan Madol ist nicht einzigartig, auf Pohnpei und der Nachbarinsel Kosrae befinden sich mehrere vergleichbare Anlagen. Allerdings reichen sie in Ausdehnung, Bauvolumen und Kunstfertigkeit der Ausführung nicht an Nan Madol heran.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Nan_Madol

Groß-Simbabwe (Simbabwe)

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Groß-Simbabwe (auch Alt-Simbabwe, englisch Great Zimbabwe) ist eine Ruinenstadt, die 39 Kilometer von Masvingo entfernt in der Provinz gleichen Namens in Simbabwe liegt. Der Name Simbabwe bedeutet je nach Dialekt "Große Steinhäuser" oder "geehrte Häuser". Die Ansiedlung auf dem gleichnamigen Plateau war die Hauptstadt des untergegangenen Munhumutapa-Reiches (auch Monomotapa-Reich), das außer dem heutigen Simbabwe auch Teile von Mosambik umfasste. Groß-Simbabwe hatte in seiner Blütephase vom 11. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bis zu 18 000 Einwohner, wurde von den Monarchen Simbabwes als königlicher Palast benutzt und war das politische Machtzentrum. Der Reichtum der Metropole beruhte auf Rinderzucht, Goldgewinnung und Fernhandel. Zeugnisse des spirituellen Zentrums sind die Simbabwe-Vögel aus Speckstein. Die Anlage ist der größte vorkoloniale Steinbau in Afrika südlich der Sahara und einer der ältesten.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F-Simbabwe

Tempel von Baalbek (Libanon)

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Die Tempelanlagen von Baalbek enthalten einige der größten und am besten erhaltenen Beispiele für kaiserzeitliche römische Architektur im Nahen Osten und sind in ihrer kunst- und kulturhistorischen Bedeutung mit den antiken Städten Palmyra oder Gerasa zu vergleichen. Sie wurden vor allem im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. errichtet und befinden sich in der Stadt Baalbek im Libanon. Zu den Tempelanlagen gehören das gewaltige Jupiterheiligtum, der außergewöhnlich gut erhaltene sogenannte Bacchustempel und der Rundtempel mit seiner einmaligen Formgebung. Besondere Merkmale der Bauten sind der überaus reiche Bauschmuck und die Monumentalität der verwendeten Bauglieder.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_von_Baalbek

Tiahuanaco (Bolivien)

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Tiahuanaco (Aymara-Schreibweise Tiwanaku) ist eine bedeutende Ruinenstätte einer Prä-Inka-Kultur nahe Tiawanacu in Bolivien. Tiahuanaco liegt knapp 4000 Meter über dem Meeresspiegel in der kargen Hochebene des Altiplano, 70 Kilometer westlich von La Paz an der Hauptstraße nach Desaguadero (Grenzübergang nach Peru). Die Ruinen von Tiahuanaco zählen zu den wichtigsten archäologischen Stätten in Bolivien. Die Bedeutung des Begriffes ist sinngemäß "Setz Dich nieder, kleines Lama". Bis heute wurde erst etwa 1 Prozent der Gesamtfläche der einstigen Stadt freigelegt.

Das historische Tiahuanaco war das religiöse und administrative Zentrum von Prä-Inka-Kulturen (sprachlich vermutlich Puquina) rund um den Titicaca-See in der Zeit von 1500 v. Chr. bis 1200 n. Chr. Die ersten Besiedlungsspuren stammen aus dem 15. Jh. v. Chr., aber erst um 300 v. Chr. begann Tiahuanaco zu einem Zentrum für Religion und Kultur anzuwachsen und fand seinen Höhepunkt zwischen 600 und 900 n. Chr.

Durch Altersbestimmung an ausgegrabenen Keramikgegenständen sind chronologische Phasen zu erkennen, die zwischen 300 v. Chr. und 1000 n. Chr. liegen. Die Hauptphase der Bebauung konnte zusätzlich durch vielfache Datierungen mit der C14-Methode auf den Zeitraum zwischen 600 und 900 n. Chr. eingegrenzt werden, was mit der Chronologie der Keramikphasen IV und V übereinstimmt. In seiner Blütezeit reichte der Einfluss von Tiahuanaco von der pazifischen Küste, der Atacamawüste, bis zur Provinz Cochabamba sowie Teilen des heutigen Argentiniens.

Am Ende des ersten Jahrtausends fiel Tiahuanaco der klimatischen Veränderung und der damit verbundenen Dürreperiode zum Opfer. Diese führte dazu, dass für viele Jahre die Stadt verlassen wurde. Anders als zuvor durch Posnansky angenommen, lag Tiahuanaco nicht direkt am Titicaca-See, sondern war auf Regenlandwirtschaft angewiesen, wozu in den Feldern um Tiahuanaco fortschrittliche Bewässerungs- und Speichersysteme errichtet wurden.

Durch das Erstarken der Inka und anderer Völker, die früher durch die Aymara unterdrückt wurden, schaffte es Tiahuanaco bei seiner späteren Rückbesiedlung nicht mehr, zur früheren Größe aufzusteigen.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Sonnentor. Es ist etwa drei Meter hoch und 3,75 m breit und wurde aus einem einzigen Andesitblock herausgehauen. Nach dem Untergang der Kultur vermutlich durch ein Erdbeben umgestürzt und in zwei Teile zerbrochen, wurde es 1908 wieder aufgerichtet. Sein Gewicht wird auf sieben bis zwölf Tonnen geschätzt. An ihm findet sich ein Fries mit einer Gottheit, die zwei Schlangenzepter in den Händen hält. Das maskenhafte Gesicht wird von einem strahlenförmigen Kopfputz umrahmt. Dieses Motiv befindet sich auch auf der Raimondi-Stele aus Chavín de Huántar.

Wenige hundert Meter entfernt liegt das Ruinenfeld Puma Punku, dessen äußerst exakt behauene Monolithen zu einem unvollendeten Bauwerk der Aymara-Kultur gehören sollen. Schon Francisco Pizarro hat 1532 dieses Ruinenfeld besucht.

Als die Inka das Gebiet erreichten, fanden sie Tiahuanaco bereits verlassen vor. In der Spanischen Kolonialzeit wurde das historische Areal geplündert und bis ins 20. Jahrhundert hinein als Quelle für Baumaterial benutzt.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Tiahuanaco

Puma Punku (Bolivien)

Ausflugsziel, Monument, Sehenswürdigkeit
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Das Ruinenfeld Puma Punku liegt unweit von Tiahuanaco in Bolivien. Faszinierend sind die hier gefundenen steine mit exakten Rillen und technisch wirkende Löcher usw. Manche Steine weisen Einkerbungen auf, die wie Vorbereitungen für eine Art von Klammern vorbereitet sind. Doch welche Klammern halten tonnenschwere Steinblöcke?

→ https://en.wikipedia.org/wiki/Pumapunku

Borobudur (Indonesien)

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Borobudur (auch Borobodur) ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Die kolossale Pyramide befindet sich rund 25 Kilometer nordwestlich von Yogyakarta auf der Insel Java in Indonesien. Sie gilt als das bedeutendste Bauwerk des Mahayana-Buddhismus auf Java. Gebaut wurde die Stupa vermutlich zwischen 750 und 850 während der Herrschaft der Sailendra-Dynastie.

Insgesamt neun Stockwerke türmen sich auf der quadratischen Basis von 123 m Länge. An den Wänden der vier sich stufenartig verjüngenden Galerien befinden sich Flachreliefs in der Gesamtlänge von über fünf Kilometern, welche das Leben und Wirken Buddhas beschreiben. Darüber liegen drei sich konzentrisch verjüngende Terrassen mit insgesamt 76 Stupas, welche die Hauptstupa von fast 11 m Durchmesser umrahmen.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Borobudur

Reiseführer zu Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten

→ Teil 1: Reiseführer zu Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Natur in Deutschland
→ Teil 2: Reiseführer zu Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Natur (International)
→ Teil 3: Moderne Monumente der Weltgeschichte
→ Teil 4: Internationale Monumente (Europa) von Stonehenge bis Akropolis
→ Teil 5: Monumente der Weltgeschichte (International): Maya, Inka bis Pyramiden