Yulin, Hunde, Katzen, Essen

February 25, 2017

China — Yulin. Seit 2009 findet jährlich im südchinesischen Yulin im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang anlässlich der Sommersonnenwende das Yulin Hundefleisch Festival.

Als Hauptattraktion wird das Fleisch von rund 10.000 extra für das Festival geschlachteten Hunden und auch einigen Katzen verspeist.

Die Hunde werden erschlagen, teilweise lebendig gekocht, gebraten, gegrillt oder frittiert. Oft lebendig verbrannt, um das Fell abzusenken.

In Asien (China, Korea, Vietnam, Thailand) ist das verzehren von Hunden und Katzen allgemein üblich — etwas vergleichbar mit dem Verzehr von Hühnern in Deutschland. Auch unser Nachbar — in der Schweiz — werden Hunde und Katzen gegessen. In Österreich war der Verzehr von Hundefleisch und Katzenfleisch um 869 weit verbreitet, wurde aber zwei Jahrhunderte später verboten. In Deutschland werde aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts im einigen Dörfern Sachsens von Hundeschlachtern berichtet — aber auch hier ist es mittlerweile verboten. Auch Wilhelm Busch beschrieb in einem Buch das Schlachten eines Hundes um 1866.

Im 20. Jahrhundert wurden z.B. zwischen 1904 und 1924 in den Städten Chemnitz, Breslau und München zusammen etwa 42.400 Hunde zum Verzehr geschlachtet. Seit 1986 ist in Deutschland die Hundeschlachtung zur Fleischgewinnung verboten.

Aktuelle Zahlen gibt es wenig. Schätzungen zufolge, werden in China bis zu 20 Millionen Hunde geschlachtet und verzehrt.

In diesen Ländern werden Hunde zur Fleischgewinnung geschlachtet: China, Ghana, Indonesien, Kongo, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Schweiz, Thailand.

In diesen Ländern werden Katzen zur Fleischgewinnung geschlachtet: China, Großbritannien(?), Italien(?), Korea, Peru, Schweiz, Vietnam

In Deutschland zieht man anstatt Hundefleisch und Katzenfleisch eher Hühnerfleisch vor. In Deutschland werden pro Jahr rund 650 Millionen(!) Hühner geschlachtet und gegessen. Rund 50 Millionen(!) Männliche Küken werden jedes Jahr — weil sie für die Eierindustrie nutzlos sind — lebendig geschreddert oder vergast.

In Kolumbien, Ecuador und Peru werden teilweise Meerschweinchen für den Verzehr gezüchtet.

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