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February 20, 2017

Hustenmittel unwirksam

In der Erkältungszeit gegen sie zu Millionen über die Theken der Apotheken: Hustenmittel, Hustenstiller und Schleimlölser. Für die Pharmaindustrie ist es ein Milliardengeschäft, das gute Gewinne abwirft. Doch Studien zeigen die Unwirksamkeit der Medikamente.

In Großbritannien haben britische Forscher über 330 Studien zu rezeptfreien Hustenmittel genauer untersucht — mit vernichtendem Urteil: Die meisten der Studien halten einer kritischen Überprüfung nicht stand: Nur 26 Studien untersuchten auch tatsächlich die Wirksamkeit der Hustenmittel. In 15 dieser Untersuchungen wirkten die Hustensäfte nicht besser als ein wirkstoffloses Scheinmedikament. Lediglich in elf Studien schnitten die Hustenmittel geringfügig besser ab. Arzneimittelexperte Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen bestätigt das "vernichtende" Urteil.

Die Pharmaindustrie kontert mit Befragungen von Kunden: Doch diese Befragungen besitzen keinerlei wissenschaftliche Aussage: Gerd Glaeske meint dazu: "Husten verändert sich über wenige Tage und wird dann auch besser, das heißt der Unterschied, ob das das Arzneimittel oder die Selbstheilungskräfte waren, ist ja in einer Befragung nicht mehr auseinanderzudividieren."

Fazit: Sparen Sie sich das Geld und greifen Sie bei Fieber, Schnupfen oder Halsschmerzen lieber zu pflanzlichen Hausmittel zurück. Vermeiden Sie tierische Hausmittel wie Honig oder Milch.

Hausmittel bei Erkältung: ▶ Heiße Gemüsebrühe trinken ▶ Heißes Wasser Inhalieren mit Schüssel und Handtüch (mit Kamille = keimtötend oder Eukalyptus = desinfizierend oder Thymian = entkrampfend) ▶ Salzwasser gurgeln ▶ Bei trockener Heizungsluft öfters lüften ▶ Warmes Bad (ausser bei Fieber)

"Pille danach" rezeptfrei in der Apotheke

Seit 2015 ist auch in Deutschland die "Pille danach" ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Lange hat es gedauert, bis die EU-Kommission die Freigabe erteilt hat, doch nun ist es soweit. Nicht jede Krankenkasse übernimmt die Kosten der "Pille danach". Hier hilft ein klärendes Gespräch mit ihrer Krankenkasse.

Die "Pille danach" kann nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Schwangerschaften mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert — Doch ein 100% Schutz ist sie nicht. Die Wirkstoffe in dem Medkament unterdrücken oder verzögern den Eisprung. Ist der Eisprung bereits erfolgt, verhindert eine Pille nicht die Befruchtung.

Zugelassene Wirkstoff sind Ulipristal (bis max. 120 Stunden nach Geschlechtsverkehr) oder Levonorgestrel (bis max. 72 Stunden nach Geschlechtsverkehr).

Gesundheitssystem in Deutschland

In den USA betreiben Krankenkassen auch eigene Krankenhäuser, was die Kosten erheblich senkt.