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February 22, 2017

Deutschland. Wer im Supermarkt wirklich vegane Lebensmittel oder vegane Produkte sucht, hat es nicht leicht. Oft sind versteckte — nicht deklarierungspflichtige — Zusatzstoffe enthalten, oder obwohl in der Rezeptur keine tierischen Inhaltsstoffe enthält, werden doch tierische Produkte während der Produktion eingesetzt, z.B. beim klären von Wein, Bier, Sekt oder Fruchtsaft, aber auch bei der Schnapsherstellung.

Doch was genau ist Vegan oder nicht? Das Europaparlament hat über die gesetzlich präzise Definition der Begriff "vegetarisch" und "vegan" abgestimmt. Europaweit dürfen nur noch Lebensmittel als vegetarisch deklariert werden, die auch wirklich keine Teile von getöteten Tieren enthält:

Der Begriff "vegetarisch" ist nicht auf Lebensmittel anzuwenden, bei denen es sich um Erzeugnisse handelt oder die aus oder mithilfe von Erzeugnissen hergestellt wurden, die aus verendeten, geschlachteten oder aufgrund ihres Verzehrs zu Tode gekommenen Tiere gewonnen wurden. Der Begriff "vegan" ist nicht auf Lebensmittel anzuwenden, bei denen es sich um Tiere oder tierische Erzeugnisse handelt oder die aus oder mithilfe von Tieren oder tierischen Erzeugnissen (einschließh;lich Erzeugnisse von lebenden Tieren) hergestellt wurden." Lebensmittelinformationsgesetz (EU)

Es zeigt noch nicht an, das während des gesamten Produktionsprozesses keine tierischen Produkte eingesetzt werden, aber es ist ein Anfang.

Auf der Konferenz der Verbraucherschutzminister der Bundesländer am 22. April 2016 wurde eine rechtsverbindliche Definition der Begriff ‘vegan’ und ‘vegetarisch’ beschlossen. Doch leider fehlt noch eine rechtsverbindliche Kriterium, das vegane oder vegetarische Lebensmittel erfüllen müssen.

Vegan sind Lebensmittel, die keine Erzeugnisse tierischen Ursprungs sind und bei denen auf allen Produktions- und Verarbeitungsstufen keine Zutaten (einschließlich Zusatzstoffe, Trägerstoffe, Aromen und Enzyme) oder Verarbeitungshilfsstoffe oder Nicht-Lebensmittelzusatzstoffe, die auf dieselbe Weise und zu demselben Zweck wie Verarbeitungshilfsstoffe verwendet werden, die tierischen Ursprungs sind, in verarbeiteter oder unverarbeiteter Form zugesetzt oder verwendet worden sind.

Vegetarisch sind Lebensmittel, welche die Anforderungen des Absatzes 1 (Vegan) erfüllen, bei deren Produktion jedoch abweichend davon Milch, Kolostrum, Farmgeflügeleier, Bienenhonig, Bienenwachs, Propolis oder Wollfett (Lanolin) aus von lebenden Schafen gewonnener Wolle, oder deren Bestandteile oder daraus gewonnene Erzeugnisse zugesetzt oder verwendet worden sein können.

Vegane Fleischersatzprodukte sind schon teuer genug, auch wenn die steigende Nachfrage die Preise langsam fallen, sind sie in der Regel immer noch teuerer als tierische Produkte. Selbst die Verwendung von Vegan Labeln sind kostenpflichtig, die die Hersteller aus den Produktpreis aufschlagen. Über die Kosten schweigt sich der Deutsche Vegetarierbund aus und auf Emails reagiert man nicht. Die Homepage besagt lediglich:

"Die Verwendung des V-Labels ist mit einer Jahreslizenzgebühr und einer einmaligen Prüfungsgebühr verbunden. Diese werden abhängig von den Unternehmensdaten und der Anzahl der Produkte berechnet. Bei Winzern erfolgt die Berechnung auf Grundlage des Volumens (Liter). Das Prüfungshonorar errechnet sich hier aus der Produktkategorie, also Weißwein, Rotwein, Saft, Sekt, Secco etc. Für die Jahreslizenzgebühr wird die verkaufte Literzahl (Volumen/Jahr) oder pauschal die Anzahl der zu lizenzierenden Produkten herangezogen (alle Produkte)." (Quelle: Vebu.de)

Kostenloses Vegan Label

Wir möchten hier an dieser Stelle ein kostenloses Vegan Label zur Verfügung stellen. Das Label darf von Herstellern nach Registrierung kostenlos verwendet werden. Voraussetzung ist, das während des gesamten Produktionsprozesses keinerlei tierischen Produkte oder Inhaltsstoffe verwendet werden, auch die Verpackung darf keine tierischen Inhaltsstoffe oder Klebstoffe verwenden. Bei Zuwiderhandlung wird eine Vertragsstrafe 250.000 Euro zugunsten einer Tierrechtsorganisation (z.B. Peta) fällig.

Dazu rufen wir alle Designer auf, uns ihre Vegan Label Vorschläge zu senden: redaktion@pressebund.com