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Der Anteil der Bevölkerung an Vegetariern und Veganern steigt stetig. Meist aus ethischen Gründen.

▶ 650 Millionen(!) Schlachtungen pro Jahr alleine in Deutschland sind Zahlen, die erschrecken.

▶ 50 Millionen männliche Küken werden pro Jahr bei lebendigem Leibe geschreddert, weil sie in der Eierproduktion plus anschließende Schlachtung nicht profitabel sind.

Es gibt Tausende von Videos über das Tierleid in der Massentierhaltung und dennoch subventioniert der Staat Milchbauern und Firmen durch Steuererleichterungen und Agrarsubventionen.

Keine Subventionen für Vegane Nahrungsmittel

Der Staat subventioniert tierische Produkte mit einem reduzierten Steuersatz von 7 Prozent. Pflanzliche Nahrungsmittel werden mit dem vollen Steuersatz von 19 Prozent versteuert.

Rund eine Million Menschen in der Bundesrepublik ernähren sich vegan und zerzichten komplett auf tierische Nahrungsmittel und tierische Produkte wie Leder usw. Vegetarier sind es rund 7,8 Millionen. Veganer verzehren Pflanzliche Sojamilch statt tierische Kuhmilch, Fleisch- und Wurstersatz wie Soja, Seitan (Weizengluten), Tempeh, usw.

Sieht man sich die Verkaufsregale im Supermarkt an, dominieren noch immer die tierischen Produkte, aber die veganen Produkte holen gewaltig auf. Längst wollen Fleischkonzerne wie Wiesenhof, Rügenwalder Mühle und andere auf den Zug mit aufspringen und Wurstalternativen aus tierischer Milch herstellen. Auch wenn einige zu diesen Produkte greifen, wissen doch die meisten, das sie damit Firmen unterstützen, die Fleisch "produzieren". Aber vegetarische Alternativen sind keine wirkliche Alternative. Das wissen auch die Verbraucher. Vegane Nahrung ist die Zukunft — ganz ohne Tierleid. Der Anteil von Firmen, die aus ethischen Grüden rein pflanzliche Produkte herstellen und keinen Bezug zur Fleischindustrie haben, steigt stetig. In immer mehr Supermärkten wird der Anteil von Veganen Produkten größer. Mit steigender Nachfrage — zweistellige Zuwachsraten sind es derzeit — kommen immer mehr Produzenten auf den Markt und der Preis wird fallen.

Wir haben eine Liste der Hersteller von veganen Fleischersatzprodukten, in der auch ersichtlich ist, welche Marken Fleischkonzerne zuzuordnen sind und welche Marken man bedenkenlos kaufen kann.

Stoppt die Subventionen von Tierleid

Wer sich mit dem Thema Landwirtschaft beschäftigt, merkt schnell, das es hauptsächlich um Förderungen und Subventionen vom Staat geht und nicht um freie Marktwirtschaft. Und von wo überall die Bauern Geld bekommen, ist fast unüberschaubar: Landwirtschaftskammer, Länder, Bund, EU. Förderungen hier, Subventionen dort. Schnell kommt man auf Zahlen, die in die Milliarden gehen.

Warum gibt es in der Landwirtschaft keine freie Marktwirtschaft und der Staat hört auf, einzelne Betriebe — hier Landwirtschaft — zu finanzieren?

Der EU Haushalt 2014-2020 beträgt 960 Milliarden Euro, der Hauptanteil davon fließt in die Agrarpolitik.

2016 machten Berater der Bundesregierung den längst überfälligen Vorschlag den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Fleisch, Wurst, Milch und andere tierische Produkte aufzuheben und den normalen Steuersatz zu verlangen. Hiergrund war die Senkung der Treibhausgabe, nicht die Reduzierung von Tierleid: Bei der Produktion tierischer Lebensmittel entstünden mehr Treibhausgabe als bei pflanzlichen, heißt es in dem Klimagutachten, das 2016 an den Landwirtschafts- und Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) übergeben wurde. Bisher gilt der reduzierte Steuersatz von sieben Prozent. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt rund 60 Kilogramm Fleisch von Leichen von Tieren im Jahr.

Viele Milchbauern halten mehrere Hundert Milchkühe. Soviele Tiere produzieren auch Gülle, die meist in einer Biogasanlage verwertet werden und wieder Geld gemacht wird.

Immer mehr Bauern produzieren Mais für ihre Biogasanlagen. Hintergrund: Strom aus Mais wird staatlich mehr gefördert als Bio-Produkte: Wenn ein Bauer eine Biogas-Anlage betreibt, bekommt er zusätzlich Geld vom Staat — laut Thünen-Institut im Jahr rund 2.000 Euro pro Hektar Energie-Mais aus der Förderung für Erneuerbare Energien.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat 2015 Agrarzahlungen von 6,8 Milliarden Euro ausgezahlt.

Im Bundesagrarhaushalt 2016 sind wieder mehr Mitteln vorgesehen: Mit 5,60 Milliarden Euro ist der Bundesagrarhaushalt 2016 im Vergleich zu 2015 um 245 Millionen Euro gestiegen. Der Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung erhöht sich einmalig um 78 auf 178 Millionen Euro. In der Krankenversicherung der Landwirte erfolgen gesetzlich vorgegebene Aufstockungen des Bundeszuschusses von 25 Millionen Euro, in der Alterssicherung der Landwirte von 18 Millionen Euro. Die steuerlichen Rückvergütungen beim Agrardiesel machen im Jahr 400 Millionen Euro aus. Weiter folgen Erstattung der Energiesteuer für Landwirte.

Geld für Tierleid der Milchbauern

2015 und 2016 hat die EU zwei "Hilfspakete" wegen des niedrigen Milchpreis mit je 500 Millionen Euro beschlossen. Davon sollen 150 Millionen an "Milcherzeuger" gehen, die ihre Milchproduktion senken. Aus dem Hilfspaket gehen 58 Millionen nach Deutschland.

30. Mai 2016: Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) hat den Milchbauern finanzielle Unterstützung von mindestens 100 Millionen Euro Soforthilfe versprochen.

18. Juli 2016: Europäische Union: EU hilft Milchbauern mit 500 Millionen Euro, davon sollen Deutsche Landwirte (Milchbauern) mindestens 58 Millionen Euro erhalten.

15. August 2016: Der Bund verdoppelt die EU-Hilfe für Milchbauern, das bedeutet deustche Landwirte erhalten von der EU 58 Millionen Euro und der Bund stockt die "Hilfe" auf 116 Millionen auf.

Subventionen für Konzerne

Während das niedere Volk für alles brav Steuern zahlt, kassieren Konzerne wie Müllermilch, Wiesenhof (PHW Gruppe Lohmann & Co. AG) oder Großschlachthof VION Millionen an Subventionen.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

—am—