Kino.to, Deutschland, Raubkopien, Skandal

Oktober 9, 2015

Wir haben bereits berichtet, das Deutschland mit seiner staatlichen Urheberrechtsabgabe ins Raubkopiergeschäft eingestiegen ist, nun will Deutschland seinen Marktanteil ausbauen.

Das Filmportal Kino.to war eine Homepage mit angeblich 135.000 Links zum illegalen Download von Filme, Serien und Dokumentationen. Kino.to selbst hat keine Downloads angeboten.

Doch das interessierte das Landgericht Leipzig nicht und verurteilte den Gründer und Chef von Kino.to zu viereinhalb Jahren Haft. Obwohl er nur Links auf seiner Seite hatte, sprach das Landgericht Leipzip den 39-jägrigen der massenhaften Urheberrechtsverletzung schuldig... "Es ist offenkundig, dass es die schwerste bisher bekannt gewordene gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung war", behauptet der Vorsitzende Richter Karsten Nickel.

Kino.to Gründer hatte im Prozess ein Geständnis abgelegt. Das war die Absprache im Deal, den die Wirtschaftsstrafkammer angeregt hatte, um das Verfahren zügig zum Abschluss zu bringen. Angeblich hatte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mehr als eine Million Links zusammengetragen, über die die Nutzer die urheberrechtlich geschützten Filme kostenlos erreichen konnten.

Nicht nur das: Die Bundesrepublik Deutschland will an das beträchtlichen Millionen-Vermögen des Kino.to-Chef. Rund 3,7 Millionen Euro soll die Seite mit Werbeanzeigen "abgeschöpft" haben. Geld, das sich die BRD jetzt unter den Nagel reißen will, unabhängig davon, das der Beschuldigte, zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.

Von den Kino.to-Machern wurdenn bereits fünf verurteilt. Chefankläger Dietmar Bluhm hatte in allen Kino.to-Prozesses immer wieder betont: "Den Mitwirkenden ging es einzig und allein um den Profit." so Bluhm, der auch nicht ehrenamtlich arbeitet und auf Staatskosten lebt.