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Der Amoklauf von Richter Hans-Werner Seeberger vom Amtsgericht Kaiserslautern gegen einen Jugendlichen

Der Justizskandal von Kaiserslautern. Richter Hans-Werner Seeberger vom Amtsgericht unterschreibt Strafbefehl gegen einen Jugendlichen, weil er Songtexte in seinem Wer-kennt-Wen Profil schrieb.

Deutschland – Kaiserslautern. Deutschland hat wieder ein Justiz-Skandal! Dem 20 Jahre alten Jack S. aus Kaiserslautern drohen nun eine Geldstrafe von 500.00 Euro oder 50 tage Haft, weil er Zitate seiner Liebliengsrapper "K.I.Z." und "Prinz Pi/Prinz Porno" in seinem Profil Statusfeld bei wer-kennt-wen.de schrieb. Für die Polizei ist klar: Das ist ein Amokläufer! Jack S. hatte folgende Zitate in seinem Statusfeld veröffentlicht:

"Das ist die 12 Gauge Mossberg Pumpaction/ einfach halten und auf keinsten an der Schulter ansetzen/ die streut wie Sau, sie bringt Dich ins Nirvana/ frag Kurt Cobain von Nirvana" (Prinz Pi? Prinz Porno?)

"Die Sonne scheint so hell, die Vögel singen schief, ich will töten, töten, töten. Der Winter ist vorbei, ich habe Frühlingsgefühle, ich will töten, töten, töten", (K.I.Z.)

Die Polizei sah in den Statusmeldungen eventuelle Vorboten für einen Amoklauf. Der zuständige Richter erließ am 20.09.2009 einen Strafbefehl, weil Jack S. einen "Totschlag angedroht" und eine "Störung des öffentlichen Friedens" "billigend in Kauf genommen" habe.

Jack S. machte die Polizisten darauf aufmerksam, dass es sich bei den verhängnisvollen Zitaten um Textpassen aus Songs seiner Lieblingsrapper handle. Das spielte für das Gericht aber keine Rolle.

Amtsgerichtsdirektor Carra: "Es ist eine Frage der Außenwirkung. Er hat das unter der Überschrift geschrieben, was er gerade macht - ohne einen Hinweis darauf, dass das Zitate sind." Übersetzt: Uns interessiert nicht, was der Beschuldigte sagt (und auch mit Songtexten beweisen kann!).

Weiter behauptet Carra: Der Zusatz Liedtext meiner Lieblingsband KIZ, den du auf dem Bild siehst, hatte zu Anfang nicht an der Statusmeldung gestanden.

Die Polizei führte eine Hausdurchsuchung durch, bei der nach illegalen Schusswaffen und Writer-Utensilien gesucht wurde, fand aber nichts dergleichen.

Trotzdem sagt Jack von sich selbst: "Ich habe schon einen leichten Waffenfetisch" (Paintball), aber er sei kein potentieller Amokläufer. Für die Hausdurchsuchung zeigte er Verständnis, allerdings legte er gegen den Strafbefehl Einspruch ein:

"Ich bin kein Amokläufer, und ich will nicht verurteilt werden und 500 Euro zahlen für Songtexte von legalem Liedgut."

Der Empfänger des Strafbefehls wurde weder über eine Anzeige informiert, noch zu dem Fall gehört. Das wer-kennt-wen.de Portal scheint die Daten des Nutzers ohne eine Benachrichtung weitergegeben zu haben.

Auch muss der Empfänger die Kosten eines Verfahrens tragen über das er nicht informiert und an dem er nicht beteiligt wurde.

Laut dem Amtsgerichtsdirektor Carra wird es demnächst zur Hauptverhandlung kommen.

Richter Hans-Werner Seeberger ist Jahrgang 1960, also kann diese Posse, diese Amtshandlung, nicht aus Unwissenheit passiert sein! Geistige Umnachtung? Aber warum lässt Amtsgerichtsdirektor Carra solchen Unsinn zu?

Richter Seeberger am Amtsgericht Kaiserslautern kann erreicht werden unter: Amtsgericht Kaiserslautern, Bahnhofstr. 24, 67655 Kaiserslautern, Telefon: 0631 / 3721-0.

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