Hitler, Adolf Hitler, Führer, Mein Kampf

Dezember 22, 2013

Am 1. Januar 2016 läuft das Urheberrecht für Adolf Hitlers Buch "Mein Kampf" aus.

Wenn man sich für Geschichte interessiert, muss man sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit dem bisherigen kostenlosen Download aus dem Internet benügen, sondern jeder kann das Buch nachdrucken lassen. Zumindest theoretisch.

Was hat Adolf Hitler wirklich gesagt bzw. geschrieben? Viele werden das wohl nie erfahren...

Doch nach Ansicht des Bundesjustizministeriums würde eine Verbreitung von Adolf Hitlers "Mein Kampf" auch nach Ablauf der sogenannten Schutzfrist am 31. Dezember 2015 gegen geltendes Recht verstoßen. Eine Veröffentlichung oder ein Nachdruck des Buches würde den Straftatbestand der Volksverhetzung oder den Tatbestand des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen erfüllen. Bleibt doch nur der Download.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach für eine Neuausgabe ausgesprochen. Doch er zieht eine "kommentierte" Fassung einer unbearbeiteten Version vor. Auch wenn ihm bei dem Gedanken, dass Adolf Hitlers Mein Kampf zum Bestseller werden könnte und Menschen Geld mit seinen Schriften verdienen könnten, regelrecht übel werde...

Zur Erinnerung: Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland) und erhält von der Bundesrepublik Deutschland für die "Erhaltung und Pflege des deutschjüdischen Kulturerbes, beim Aufbau einer jüdischen Gemeinschaft und bei den integrationspolitischen und sozialen Aufgaben des Zentralrats in Deutschland mit einer jährlichen Zahlung an den Zentralrat von 10 Millionen Euro

Am 10. September 1952 unterzeichneten der israelische Außenminister Mosche Scharett, der Präsident der Conference on Jewish Material Claims Against Germany, Nachum Goldmann, und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer das Luxemburger Abkommen. Dieses sah die Zahlung von 3 Milliarden DM an Israel und 450 Millionen DM an die Claims Conference, die jüdische Opfer au&azlig;erhalb Israels vertrat, vor. Die Leistungen erstreckten sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren und erfolgten vorwiegend durch deutsche Warenlieferungen; rund eine Milliarde DM war zur Finanzierung israelischer Erdölkäufe vorgesehen. Alle anderen Leistungen sind individuelle Entschädigungen für Opfer des Nationalsozialismus, keine Reparationen...

Lesen Sie auch den Beitrag über weitere Zahlungen von rund 800 Millionen Euro ab 2013 an die Jewish Claims Conference (JCC).

Links
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/adolf-hitlers-mein-kampf-verbot-bleibt-nach-justizministertreffen-a-977582.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland
http://www.shortnews.de/id/700268/zentralrat-der-juden-bekommt-mehr-geld-von-deutschland
http://www.bundestag.de/dasparlament/2005/15/Thema/002.html

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