Ernaehrung, Gefahr, Lebensmittel, Warnung

May 26, 2017

Unsere tägliche Nahrung wird immer gefährlicher. Fehlende Kennzeichnung bei Gen Lebensmitteln oder irreführende Kennzeichnung bei mit Gift behandelten Kartoffeln. Die Produzenten wissen um die Angst der Verbraucher wegen Gen manipulierte Lebensmitteln und kennzeichnen daher ihre Produkte nicht oder so, das es der Verbraucher nicht erkennt.

Im März 1996 hat das Europäische Parlament eine vollständige und lückenlose Kennzeichnungspflicht von genmanipulierter Nahrung abgelehnt. Mehr noch: Am 3. April 1996 hat die Europäische Kommission dem Import, der Lagerung und der Verarbeitung von Monsantos genmanipulierter Sojabohne, Roundup Ready, in der Europäischen Union zugestimmt. Die Sojabohnen müssen beim Import nicht gekennzeichnet werden. Sojabohnen werden in 60 Prozent aller Lebensmittel wie Brot, Pasta, Bonbons, Speiseeis, Torten, Gebäck, Margarine, Fleischprodukten und vegetarischem Fleischersatz verwendet. Seit Herbst 1996 finden Verbraucher diese Produkte ungekennzeichnet in den Geschäften.

Die meisten haben von diesen Entscheidungen nichts mitbekommen. Und das mit gutem Grund, denn Umfragen ergaben, das 97 Prozent der europäischen Verbraucher eine klare Kennzeichnung aller genmanipulierten Nahrungsmittel fordern und 80 Prozent genmanipulierte Nahrungsmittel vollständig ablehnen. Damit sind auch der indirekte Weg gemeint wie zum Beispiel Gen-manipuliertes Futter für die Milch-Kühe z.B. bei Müllermilch.

Gen-Milch bei Müllermilch, Landliebe/Campina, Bärenmarke, Weihenstephan, Allgäuland

Auch in Deutschland gibt es landwirtschaftliche Betriebe, die den genmanipulierten Mais MON810 anbauen. Diese Betriebe verfüttern den genmalipulierten Mais an ihre Milch-Kühe und damit ist das Endprodukt nicht Gen-behandelt und ist von der Kennzeichenungspflicht befreit. Diese Umstand nutzen viele Hersteller aus: Müller Milch, Landliebe/Campina, Bärenmarke, Weihenstephan und Allgäuland. Mehr noch: Hersteller wie Müller Milch versuchen gerichtlich gegen Greenpeace vorzugehen, damit sie ihre Milch nicht mehr Gen-Milch bezeichnen dürfen. Bisher verlor Müller Milch dreimal vor Gericht.

Vergiftete Kartoffeln: „Nach der Ernte behandelt“

Viele essen gerne Kartoffeln, auch mit Schale wie bei Backofenkartoffeln. Seit einigen Jahren werden viele Kartoffeln nach der Ernte behandelt. Die Mittel heissen Chlorpropham, Imazalil oder Thiabendazol. Das Vorgehen ist legal.

Der Vermerk „nach der Ernte behandelt“ muss bei verpackten Kartoffeln dabei stehen. Das machen die Hersteller auch, aber sehr sehr klein, kaum lesbar. Auch bei offen verkauften Kartoffeln muss ein Hinweis auf die oben genannten Stoffe hindeuten. Allerdings wird das gerne vergessen anzugeben... Die meisten Verkäufer wissen es gar nicht.

Etwas anders verhält es sich bei Bioware. Dort fehlt der Hinweis immer, denn Bio Bauern dürfen auch nach der Ernte behandeln, allerdings nur mit Stoffen, wie z.B. Menthol.

Ziel der Behandlung ist die Keimentwicklung bei der Kartoffel in der Lagerung. Produkte wie Chlorpropham sind Keimhemmungsmittel. Der Hersteller allerdings warnt: „Verdacht auf krebserzeugende Wirkung. Gesundheitsschädlich: Gefahr ernster Gesundheitsschäden bei längerer Exposition (Einnahme, Anmerkung der Redation) durch Verschlucken. Sehr giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben. Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten“