Frankurter Journal, Zeitung, 500 Jahre

September 15, 2015

Frankfurt/Main. Das "Frankfurter Journal" - einer der ältesten Zeitungen Deutschland seit 1615 - feiert 500 Jahrfeier.

Mit dem "Frankfurter Journal" übernahm der Deutsche Pressebund 2009 vom einem amerikanischen Investor die Verlagsrechte für eine der ältesten Zeitungen Deutschland seit 1615 und feiert nun 500 Jahre "Frankfurter Journal"

Die älteste noch vorhandene Nummer des "Frankfurter Journals" stammt aus dem Jahr 1639. Die Zeitung führte im 17. Jahrhundert den Titel "Die holländischen Progressen", da seine Nachrichten insbesondere aus niederländischen Quellen stammten.

Bis 1802 wurden die Serlinschen Erben als Verleger genannt, obwohl bereits 1798 der Frankfurter Rechtsanwalt Dietz, der auch die Redaktion leitete, zusammen mit anderen das Verlagsrecht erworben hatte.

500 Jahre Zeitung "Frankfurter Journal"

Zwischen 1811 und 1813 wurde die Zeitung durch den Großherzog Carl Theodor von Dalberg unterdrückt, 1814 gelangte sie in die Hände der Buchdrucker Heller und Rohm und erschien täglich bis 1866. Nachdem sie seitdem mehrfach den Besitzer gewechselt hatte, gehörte sie 1900 einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, bis sie am 9. März 1903 ihr Erscheinen als Printmedium einstellte und in den Verlag von J. G. Holtzwarts Nachfolger S. Minjon überging. Hier wurde sie mit dem seit 1722 erscheinenden "Frankfurter Intelligenzblatt" vereinigt. Der Titel "Didaskalia" wurde nun der Unterhaltungsbeilage dieser Zeitung beigegeben. Zu den verantwortlichen Redakteuren dieser Beilage gehörte für einige Jahre u.a. der spätere Literaturhistoriker Adolf Bartels.

In den 70er Jahren übernahm ein ungenannter amerikanischer Investor die Verlagsrechte der Zeitung Frankfurter Journal und übergab sie mit weiteren Zeitungen 2009 an den Deutschen Pressebund.

Die politische Linie des Frankfurter Journals war national-liberal und scharf antiklerikal. Besonders gegen den Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler wurde schärftens polemisiert. Auch sympathisierte die Zeitung mit den Deutschkatholiken und machte sich schulpolitisch die Linie der radikalen hessischen Lehrerbewegung unter Johann Schmitt zu eigen.

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